TinaA2B/ April 5, 2022/ Uncategorized/ 0Kommentare

Werbung: Herzlichen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung.

Autoren: Mats Strandberg, Jenny Jägerfeld
Übersetzung: Leena Flegler
Mit Illustrationen von Elin Sandström
Verlag: penhaligon
Erschienen: 14. März 2022
Format: Hardcover 
ISBN: 978-3-7645-3268-0
Seitenzahl 464 Seiten

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(Tinas Rezension)

Inhalt

Der bipolare Doktor Jekyll, die polyamoröse Vampirin Carmilla, der Narzisst Dorian Gray und Familie Frankenstein bekommen, was sie brauchen: eine Therapie!

Eine Psychologin verschwindet spurlos – in ihrem verlassenen Büro findet die Polizei Akten über ihre Patienten: Dr. Jekyll, Dorian Gray, Carmilla und Viktor Frankenstein. Ist es möglich, dass die zum Leben erwachten Figuren der Schauerliteratur tatsächlich in Therapie sind? Welche Geheimnisse hat die Psychologin über sie herausgefunden? Warum befinden sich Blutspritzer auf den Dokumenten? Und wollte die Verschwundene tatsächlich ein Buch mit dem Titel »Monster auf der Couch« schreiben? Nur wer die Akten der Psychologin durchstöbert, kann dem Mysterium ihres Verschwindens auf den Grund gehen und wird belohnt mit schauderhaftem Wissen: nämlich was uns Menschen zu Monstern macht – und Monster zu Menschen … Ein geniales wie schönes Buch, voller raffinierter Gestaltungsdetails wie Aktennotizen, Skizzen, Fotografien und vielem mehr.

Meinung

Okay, das war überhaupt nicht das, was ich erwartet habe und ich bin doch etwas enttäuscht. Aber ich möchte nicht vorweggreifen. Die Aufmachung ist wirklich genial, das Buch sieht aus wie eine Akte in der Bilder, Skripte der Therapiegespräche mit Randnotizen, Emails, Zeitungsausschnitte usw. gesammelt wurden; optisch also wirklich absolut gelungen, aber der Inhalt…
Die Idee mit der Therapie der „Monster“ aus den alten Klassikern fand ich super, und auch die Umsetzung war doch eigentlich sehr interessant. Ob die Therapeutin jetzt ihren Job gut oder schlecht machte, sei mal dahin gestellt – ich bin auf dem Gebiet kein Experte, aber etwas seltsam für eine Therapeutin fand ich sie schon – das hat mich jetzt aber nicht so gestört, denn die Monster standen ja im Vordergrund und das fand ich am interessantesten daran.

Aber wieso der Untertitel „Der Fall der verschwundenen Psychologin“? Für mich ist das kein Fall, ich habe hier nur gelesen, dass sie wohl verschwunden ist und am Ende kann man auch einen Hinweis erahnen, was mit ihr los ist, aber trotzdem ist es kein Fall…es wird ja nicht mal ermittelt oder irgendetwas in der Hinsicht beschrieben. Da hätte ich mir gern etwas mehr gewünscht, da ich mich auf etwas Grusel oder Horror, abseits der Monster, eingestellt habe.

Die Therapiesitzungen an sich fand ich interessant und lesenswert und haben mich doch sehr neugierig auf die echten Geschichten gemacht, ich kenne die Geschichten mit Ausnahme der von Carmilla natürlich, aber die originalen Klassiker habe ich leider nie gelesen. Schade fand ich deshalb auch, dass die einzelnen Sitzungen zu kurz waren, so hörte die von Dr. Jekyll einfach auf und ich hätte gern noch ein wenig mehr dazu gelesen.

Die Therapeutin als Protagonistin war für mich nicht greifbar und blieb trotz einiger Schilderungen in ihren tagebuchartigen Notizen irgendwie blass und nicht wirklich authentisch und für mich irgendwie langweilig. Vielleicht habe ich deswegen auch Dinge, die auf den Grund ihres Verschwinden hinweisen, überlesen oder sie waren wirklich nur in dem einen Brief am Ende…

Fazit

Aufmachung top, der Inhalt, der sich auf die Monster bezieht, recht interessant, alles andere eher nicht mein Fall. Ich hatte keinen wirklichen Drang weiterzulesen, deswegen hat es auch echt ewig gedauert, bis ich dieses Buch durch hatte. Spannung, Grusel oder Horror gibt es hier meiner Meinung nach gar nicht und einen wirklichen „Fall“ habe ich auch nicht gefunden. Die Idee finde ich witzig, aber die Umsetzung der Idee war irgendwie nicht meins. 3 Sterne, dank der gelungenen Optik und der Monster, die aber andere erfunden haben…

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