TinaA2B/ März 7, 2026/ Rezensionen, Tinas Rezension/ 0Kommentare

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Autorin: Christina Henry
Übersetzung: Sigrun Zühlke
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 1. Februar 2026 / Print: 11. Februar 2026
ISBN: 978-3-641-33398-0
Seitenzahl: 352

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Inhalt

Ein Haus, in dem einst sieben Menschen starben. Ein Haus, in dem erneut ein Junge verschwindet. Ein Haus, dessen Hunger noch nicht gestillt ist …

In einer Straße in Chicago steht ein Haus – ein verlassenes Haus, in dem in den Siebzigerjahren grausame Dinge geschahen. Sieben Menschen starben. Das Verbot, sich dem Gebäude zu nähern, macht es für die Kinder der Nachbarschaft noch interessanter. Als die 13-jährige Jessie ihren kleinen Bruder Paul zur Mutprobe herausfordert, betritt er das Haus und kehrt nie wieder zurück. Jahre später: Die erwachsene Jessie wohnt immer noch in derselben Straße, als eine Dunkelheit sich rund um das Haus ausbreitet. Eine Dunkelheit, die lebendig zu sein scheint – und gierig …

Meinung

Ein unscheinbarer Vorort. Gepflegte Vorgärten. Ruhige Straßen. Und mittendrin ein Haus, das einfach nur da steht – und doch Menschen verschlingt, die ihm zu nahe kommen.

Ich habe das Buch in zwei Tagen inhaliert. Die Spannung setzt früh ein und lässt kaum nach. Immer wieder wollte ich wissen, was als Nächstes passiert und was es mit dem Haus auf sich hat.
Besonders stark fand ich das Setting: kein abgelegenes Spukschloss, kein düsteres Herrenhaus auf dem Land, sondern ein ganz normales Wohngebiet in Chicago. Gerade diese Alltäglichkeit macht die Geschichte so wirkungsvoll. Denn auch DAS Haus wirkt auf den ersten Blick unscheinbar – bis es zeigt, dass es irgendwie lebt. Und es tötet auf brutale Weise, meist ziemlich blutig…

Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt: Jessie als Jugendliche – und einige Jahre später als Erwachsene mit Kind. Diesen Aufbau fand ich sehr gut, weil man so besser versteht, wie tief die Ereignisse der Vergangenheit in die Gegenwart hineinwirken. Die emotionale Belastung ist spürbar, ebenso wie der Einfluss des Hauses auf alle, die in seiner Nähe leben. Besonders interessant fand ich die Dynamik der Nachbarschaft und das Motiv der „Wächter“ – Menschen, die bleiben, obwohl sie wissen, wie gefährlich es ist.

Klassischen Grusel im Sinne von permanenter Gänsehaut bietet das Buch weniger. Stattdessen lebt es von Atmosphäre, Spannung und einer unterschwelligen Bedrohung, die sich langsam ausbreitet. Auch, weil das Haus die Nachbarschaft zeitweise in Sicherheit wiegt: Jahrelang geschieht nichts – und dann schlägt es plötzlich noch brutaler zu.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und sehr angenehm – ich bin mal wieder durch die Seiten geflogen.

Das Ende kam für mein Empfinden einen winzigen Tick zu schnell bzw. zu leicht. Es passt zur Geschichte, keine Frage, aber ich hätte mir gewünscht, noch etwas länger in dieser beklemmenden Stimmung zu bleiben. Gleichzeitig war es stimmig genug, dass ich das Buch zufrieden beendet habe – nur eben mit dem Gedanken: Davon hätte ich so gern noch mehr gelesen.

Fazit

Für mich ein spannender, teils blutiger Horror-/Spannungsroman mit starkem Suchtfaktor, atmosphärischem Vorort-Setting und tollen Charakteren. Nicht durchgehend gruselig, aber durchweg fesselnd. Mir hat es super gefallen und ich freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin.

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