Werbung: Herzlichen Dank an den Verlag und NetGalleyDE für die Bereitstellung.

Autorin: Vera Buck
Verlag: Lübbe
Erschienen: 3. August 2026
Format: ebook
ISBN: 978-3-7517-9813-6
Seitenzahl: 446
Genre: Thriller
Verlagsseite | Amazon
Inhalt
Millionen wollen sein wie sie.
Doch ihr Leben ist eine gefährliche Lüge.
In der Luxussiedlung Sancta Familia in Florida hat Lea endlich, wonach sie sich immer gesehnt hat: ein sicheres Zuhause, eine Tochter, die sie über alles liebt, und einen Mann, der sie auf Händen trägt. Für ihr schillerndes Leben wird sie online von Millionen gefeiert – nur ihre Schwester Paula misstraut der makellosen Inszenierung. Als Lea plötzlich verstummt, reist Paula besorgt von Deutschland nach Florida. Doch in der Sancta Familia ist ihre Schwester nicht. Ihr Mann behauptet, sie sei in einem Retreat. Aber warum gibt es kein Lebenszeichen? Je tiefer Paula in die scheinbar heile Welt der Siedlung eindringt, desto sichtbarer werden die Risse: Strenge Regeln erfordern bedingungslosen Gehorsam. Und Frauen, die sich widersetzen, verschwinden …

Meinung
Keine Angst, Darling hat mich von Anfang an richtig gepackt. Die Geschichte ist spannend, hat keine unnötigen Längen und schafft es, eine immer beklemmendere Atmosphäre aufzubauen, ohne dabei zu viel vorwegzunehmen.
Paula macht sich auf die Suche nach ihrer Schwester Lea, die in Amerika lebt, nachdem deren Social-Media-Aktivität plötzlich abbricht und sie nichts mehr von ihr hört. Dabei wird die Geschichte immer wieder durch Rückblenden ergänzt, sodass nach und nach klarer wird, was mit Lea passiert ist und wie sie überhaupt in diese Situation geraten konnte. Genau diese Erzählweise hat mir richtig gut gefallen, weil man als Leser immer nur Stück für Stück mehr erfährt.
Besonders interessant fand ich das Thema rund um das sogenannte „Trad Wife“-Phänomen. Lea ist eigentlich eine eigenständige, lebhafte und eher sprunghafte Frau – und gerät dann an einen Mann, der überzeugt ist, dass ein ganz bestimmtes Rollenbild für Frauen der einzig richtige Weg ist. Was zunächst vielleicht sogar wie eine bewusste Entscheidung für ein anderes Leben wirkt, entwickelt sich zunehmend in eine Richtung, bei der man sich fragt, wie viel Selbstbestimmung dabei tatsächlich noch übrig bleibt.
Mehr möchte ich zur eigentlichen Entwicklung gar nicht verraten, denn gerade hier dreht sich die Handlung darum, nach und nach hinter die Fassade zu blicken. Paula entdeckt immer mehr Ungereimtheiten und je tiefer sie in diese scheinbar perfekte Welt eindringt, desto unwohler wurde mir beim Lesen.
Die Charaktere haben für mich gut funktioniert. Sie waren glaubwürdig und vor allem ihre jeweiligen „Rollen“ innerhalb dieser Geschichte konnte ich gut nachvollziehen. Die Dynamik zwischen ihnen und eine Wendung am Ende haben für mich vieles noch einmal authentischer wirken lassen.
Fazit
Für mich war Keine Angst, Darling ein richtig spannender Thriller, der gleichzeitig ein interessantes und aktuelles Thema aufgreift. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass sich die Geschichte zieht, und gerade die Kombination aus Rückblenden, der Suche nach Lea und den nach und nach aufgedeckten Geheimnissen hat mich bis zum Ende unterhalten.