Tina/ September 20, 2026/ Rezensionen/ 0Kommentare

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Autorin(nen): Sable Sorensen
Übersetzung: Julia Schwenk, Nadine Pauli
Verlag: Goldmann
Erschienen: 15. Juli 2026
ISBN: 978-3-641-34166-4
Seitenzahl: 864

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Inhalt

Vom Schicksal gekrönt. Von der Liebe gebrochen.

Meryn Cooper hätte nie gedacht, dass sie einmal zu Nocturnas Kriegerelite gehören würde. Und dass ein Schattenwolf einen Bund mit ihr eingehen würde. Doch um ihre Schwester zu retten, hat Meryn jede noch so brutale Prüfung ihrer Ausbildung überlebt. Nichts hätte sie jedoch darauf vorbereiten können, dass der größte Verrat von dem Mann drohte, den sie bedingungslos geliebt und dem sie blind vertraut hat. Schon vor Jahrzehnten hat seine Familie Meryn ihr Geburtsrecht genommen.

Verwirrenderweise ist der einzige Mensch, auf den Meryn sich verlassen kann, Stark Therion – der attraktive, gefährliche Alpha, den sie immer gehasst hat. Seine Loyalität ist unerschütterlich, seine Gegenwart berauschend. Doch mit Feinden, die unerbittlich näherkommen, und düsteren Träumen, die sie jede Nacht heimsuchen, ist Meryn sich nicht sicher, was zuerst zerbrechen wird: ihr Königreich oder ihr Herz.

Meinung

Nach meinem großen Highlight-Gefühl bei Band 1 bin ich mit entsprechend hohen Erwartungen an die Fortsetzung gegangen. Und obwohl mir die Grundidee und die Welt nach wie vor richtig gut gefallen, hat mich Fury Bound dieses Mal weniger erreicht.

Gerade der Einstieg hat es mir dabei nicht leicht gemacht. Irgendwie passierte ständig etwas und gleichzeitig hatte ich lange das Gefühl, dass die Handlung nicht wirklich vorankommt. Danach wurde es zwar doch spannender und die Geschichte blieb weiterhin kurzweilig, trotzdem hatte ich immer wieder den Eindruck, dass hier sehr viel auf einmal erzählt werden soll.
Denn es gibt viele Entwicklungen, Konflikte und neue Aspekte, die einzeln wirklich interessant sind. Vieles wird angestoßen, bekommt emotional aber nicht die Tiefe, die es meiner Meinung nach gebraucht hätte, bevor die Geschichte schon zum nächsten Punkt weitergeht.

Auch bei den Charakteren fehlte mir dieses Mal etwas. Gerade Meryns Entwicklung hatte mir in Band 1 so gut gefallen, weil ich ihre Veränderungen nachvollziehbar und authentisch fand. Hier hatte ich dagegen öfter das Gefühl, dass sie in ihrer Entwicklung nicht wirklich weit kommt. Insgesamt fehlte mir bei den Figuren stellenweise einfach die emotionale Tiefe, die sie für mich im ersten Band so greifbar gemacht hat.

Das gilt für mich auch für die Romance. Nach der Spannung, die zwischen Meryn und Stark in Band 1 aufgebaut wurde, ging mir ihre Entwicklung hier teilweise zu schnell. Die körperliche Anziehung ist deutlich …ständig und ziemlich extrem spürbar, gleichzeitig hatte ich aber oft das Gefühl, dass sie sich emotional noch gar nicht richtig kennen oder verstehen. Dadurch konnte ich manche Entwicklungen zwischen ihnen nicht ganz nachvollziehen und mir fehlte genau dieses langsame Annähern und emotionale Knistern, auf das ich nach Band 1 gehofft hatte. Zu erwähnen ist hier auch, dass wir endlich Starks Perspektive erfahren und statt tiefsinniger Gedanken zum Geschehen etc, fällt in jedem zweiten Satz, wie heiß Meryn ist… aber die gedanklichen Gespräche mit Kratos sind dafür einfach genial. Wie eigentlich alle Gespräche zwischen Wolf und Reiter… irgendwie haben mir diese Sequenzen mehr gegeben, als alle zwischenmenschenschlichen Situationen.

Trotzdem hatte ich auch mit diesem Band meinen Spaß. Die Grundidee der Reihe finde ich weiterhin richtig stark und auch die Welt bietet unglaublich viel Potenzial. Besonders die Wölfe und ihre Dynamik haben mir wieder gut gefallen, und sobald ich mich einfach auf die Geschichte eingelassen habe, konnte sie mich mitreißen. Auch wenn für mich nicht alles aufgegangen ist, wollte ich trotzdem wissen, wie es weitergeht – und Band 3 werde ich definitiv lesen.

Fazit

Ich hatte nach dem starken ersten Band das Gefühl, dass hier sehr viel Potenzial vorhanden gewesen wäre, das nicht ganz ausgeschöpft wurde. Die Geschichte hat weiterhin eine tolle Grundidee und konnte mich auch unterhalten, aber gerade im direkten Vergleich zu Band 1 hat mir dieses Mal die emotionale Tiefe und das Gefühl gefehlt, wirklich vollständig in die Geschichte einzutauchen.

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